Lernen in der Oberstufe

Unser Oberstufenhaus ist offen und hell gestaltet und die Räume ermöglichen es den Schüler*innen, gemäß ihren Vorlieben zu lernen. In einer Projektwoche zu Beginn der Oberstufengründung wurden Ideen für das Pädagogische Nutzungskonzept erarbeitet, die Funktionen der einzelnen Räume entwickelt und den einzelnen Räumen Städtenamen gegeben. So befinden sich im Raum „Hamburg“ eine Küchenzeile und verschiedene Sitzmöglichkeiten, in „Lagos“ als großer Lernraum Hochtische, Gruppentische und Hocker und in „Chicago“ eine klassische Schulmöblierung. Neben klassischen Unterrichtsräumen gibt es also verschiedene Räumlichkeiten mit Sesseln, Lerninseln und Stehtischen, an denen Austausch und konzentriertes Lernen stattfindet. Unser größter Raum „Istanbul“ ist durch verschiedene Lernecken geprägt.

Die Räume im Oberstufenhaus werden auch in den Pausen genutzt, manche Schüler*innen lernen im Gebäude über den Unterrichtsschluss hinaus. Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen als auch mit unseren Schülerinnen und Schülern reflektieren wir in regelmäßigen Abständen, wie das Lernen auch in diesen ungewöhnlichen Räumlichkeiten noch besser gelingen kann.

Im Jahrgang 11 (Vorstufe) lernen unsere Schüler*innen in Klassenverbänden und können über die Wahlkurse individuelle Schwerpunkte legen. So bieten wir neben Pädagogik auch das Fach Informatik an. Darüber hinaus hat sich eine kurze Kennenlernreise im Jahrgang 11 nach Neuwerk bewährt. Das gemeinsame Kochen und Essen im Selbstversorgerhaus, die Idylle der Insel und die gemeinschaftsstiftenden Aktivitäten führen zu einem schnellen Zusammenwachsen der Stufe, so dass ein harmonisches und freundliches Miteinander entstehen kann. Im Laufe des Schuljahres erwartet die Schüler*innen eine Schreibwerkstatt (In Kooperation mit den Fantastischen Teens) und ein Praktikum am Schuljahresende.

In der Studienstufe entscheiden sich die Schüler*innen für einen inhaltlichen Schwerpunkt. Neben dem Profil „Inszeniere deine Geschichte“ gibt es noch das Profil „Gestalte deine Zukunft“ – hier ist Biologie das Schwerpunktfach. Zusätzlich zu den Profilen findet der Unterricht in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie anderen Wahlfächern statt. Auch Pädagogik und Informatik können natürlich belegt werden. In der Projektwoche im Herbst werden vertiefend Themen aus den Profilfächern thematisiert, im Herbst 2024 haben alle Schüler*innen an Wettbewerben teilgenommen und zum Thema „Grenzen“ gearbeitet, bzw. Gestaltungsideen für die Elbplaza entworfen und ihre ersten Ideen im Jahrgang präsentiert. Im Herbst 2025 gab es Kooperationen mit dem Geschichtomat.

In der bisherigen Praxis hat sich eine offene Lehr- und Lernkultur etabliert. Der Unterricht basiert demnach auf dem selbstverantworteten Lernen. Dafür statten wir alle unserer Schülerinnen und Schüler mit einem eigenen iPad aus, das sie die gesamte Zeit in der Oberstufe nutzen dürfen (Voll digitalisierte Schule). Mit Hilfe unserer Lernplattform LMS wird das digital-gestützte, ortsunabhängige Lernen und Lehren zur Selbstverständlichkeit.

Profilorientierung

Im zweiten Schulhalbjahr findet unser Profilorientierungstag für alle Schüler*innen der Vorstufe statt. An einem Schulvormittag lernen unsere Schüler*innen die Besonderheiten der beiden Profile „Gestalte deine Zukunft“ und „Inszeniere deine Geschichte“ kennen, sprechen mit Lehrkräften und Schüler*innen der beiden Profile und werden über das Abitur informiert. Im Anschluss erhalten alle einen Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der jeweiligen Profilfächer und können mit Hilfe einer Checkliste herausfinden, welches Profil am besten zu jeder /jedem passt.

Am Profilorientierungstag unseres ersten Jahrgangs beschäftigte sich das Profil „Inszeniere deine Geschichte“ (Geschichte, Theater, Pädagogik und Seminar) mit der „Manipulation“ in der Geschichte. Es entstanden inszenierte Reden auf der Basis historischer Gegebenheiten, in denen Menschen durch Worte manipuliert wurden.

Im Profil „Gestalte deine Zukunft“ (Biologie, Kunst, PGW und Seminar) setzten sich die Schüler*innen mit dem Thema „Neuro-Enhancement“ auseinander – oder mit anderen Worten – wie weit darf Selbstoptimierung gehen? Gehört Gehirn-Doping bereits dazu? Neben der Erschließung der bio-chemischen Wirkung von bestimmten Substanzen im Gehirn, der Analyse von gesellschaftlichen Auswirkungen des Dopings und einer künstlerischen Reflexion des Themas mündete der Tag in einer Fishbowl-Diskussion.

Stadtteilschule in Hamburg Uhlenhorst / Barmbek-Süd