22 Schüler*innen aus den Jahrgängen 11, 12 und 13 hatten die besondere Gelegenheit, kostenlos die Generalprobe von Giuseppe Verdis „Macbeth“ an der Hamburgischen Staatsoper zu besuchen. Für viele war es gleichzeitig der erste Opernbesuch ihres Lebens.

Verdis Macbeth (1847) basiert auf der berühmten Tragödie von William Shakespeare (1611). Im Mittelpunkt steht Macbeth, dem prophezeit wird, dass er König von Schottland werden soll. Gemeinsam mit Lady Macbeth versucht er, seinem Schicksal nachzuhelfen. Es beginnt eine düstere Geschichte über Macht, Mord, Schuld und die Frage nach dem freien Willen.
Ein „Macbeth“, über den Hamburg spricht.
Bereits das ungewöhnliche Werbeplakat der Staatsoper hatte für Diskussionen gesorgt: Ein nackter Mann klammert sich an einen kahlen Ast. Das Motiv steht für Macbeths Entwicklung. Der mächtige König verliert zunehmend die Kontrolle über sich und sein Leben. Am Ende bleibt ein Mensch, der verzweifelt nach Halt sucht.
Auch auf der Bühne wurde deutlich, dass Oper viel mehr sein kann als klassischer Gesang und historische Kostüme. Musik, Schauspiel, Chor und eindrucksvolle Bilder machten Verdis fast 180 Jahre alte Oper erstaunlich unmittelbar. Die Aufführung dauerte rund drei Stunden und wurde auf Italienisch mit deutschen und englischen Übertiteln gesungen.
Für viele unserer Schüler*innen war dieser Abend eine völlig neue Theatererfahrung. Und eine, die Eindruck hinterlassen hat: Einige können sich nach ihrem ersten Opernbesuch gut vorstellen, wieder einmal eine Vorstellung zu besuchen.
Vielleicht das beste Ergebnis eines solchen Angebots: etwas Neues ausprobieren und feststellen, dass Oper ganz anders sein kann, als man vorher gedacht hat.

