Kategoriearchiv: Theater

Musical DER KLEINE HORRORLADEN kommt bald

Bald ist es so weit! Unsere große Musical-Produktion DER KLEINE HORRORLADEN feiert am Freitag, 09.10.2026, um 18:00 Uhr Premiere. Eine zweite Vorstellung gibt es am Samstag, 10.10.2026, um 18:30 Uhr.

Alle Schüler*innen, Eltern, das Kollegium und Freund*innen der ILSe sind herzlich eingeladen! Es lohnt sich ganz gewiss, denn viele Schüler*innen aus der gesamten Oberstufe sind mit viel Herzblut und Engagement an der Produktion beteiligt. Die Musikfachschaft hat sogar eine eigene Band für das Musical zusammengestellt.

Wovon handelt DER KLEINE HORRORLADEN eigentlich?

Das Musical ist eine schräge Mischung aus Komödie, Horror und mitreißender Musik. Im Mittelpunkt steht der schüchterne Seymour, der in einem erfolglosen Blumenladen arbeitet. Als er eine außergewöhnliche Pflanze entdeckt, scheint sich plötzlich alles zum Guten zu wenden: Der Laden wird berühmt, Seymour erhält endlich Anerkennung und kommt auch seiner Kollegin Audrey näher.

Doch die geheimnisvolle Pflanze hat einen ziemlich ungewöhnlichen Appetit: Sie ernährt sich von menschlichem Blut. Und je größer sie wird, desto größer wird auch ihr Hunger. Seymour gerät zunehmend in Situationen, in denen er entscheiden muss, wie weit er für Erfolg, Liebe und seine Träume zu gehen bereit ist.

DER KLEINE HORRORLADEN verbindet schwarzen Humor, eine herrlich absurde Geschichte und eingängige Songs im Stil von Rock ’n’ Roll, Motown und Pop der 1960er-Jahre.

Wir freuen uns auf Euch und Sie und natürlich auf zwei großartige Musical-Abende!

Euer Oberstufenkurs „Musical“

„Monika Haeger – inside stasi“: Geschichte, die näher ist, als man denkt

Wie fühlt es sich an, von einem Menschen verraten zu werden, dem man vertraut? Und was passiert, wenn jemand davon überzeugt ist, für die „richtige Sache“ zu handeln und deshalb glaubt, dass nahezu jedes Mittel erlaubt ist?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Gastspiel „Monika Haeger – inside stasi“, das in unserer Aula für alle Oberstufenklassen zu sehen war. Das von Nicole Heinrich entwickelte dokumentarische Theaterstück erzählt die Geschichte von Monika Haeger, die als inoffizielle Mitarbeiterin für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR tätig war und unter anderem Menschen aus der oppositionellen Bürgerrechtsbewegung ausspionierte.

Das Besondere: Auf der Bühne steht nur eine einzige Schauspielerin. Ihr Monolog wird durch eingespielte Stimmen von Zeitzeug:innen und Opfern der SED-Diktatur ergänzt. Dadurch treffen unterschiedliche Perspektiven unmittelbar aufeinander und machen ein ernstes Kapitel deutscher Geschichte auf eindringliche Weise erfahrbar.

Gerade für unsere Schüler*innen ist dieses Thema näher, als es zunächst erscheinen mag. Viele haben Eltern oder andere Familienangehörige, die in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen sind. Vielleicht gibt es deshalb auch in der eigenen Familie persönliche Erinnerungen und Berührungspunkte mit dem Thema DDR und Stasi.

Denn diese Geschichte liegt keineswegs weit zurück: Der Fall der Berliner Mauer ist erst 37 Jahre her. Viele Menschen, die das Leben in der DDR selbst erlebt haben, sind heute Eltern oder Großeltern einiger unserer Schüler*innen. DDR-Geschichte ist damit nicht nur Schulbuchwissen, sondern für manche auch ein Teil der eigenen Familiengeschichte. Auch in der anschließenden Publikumsdiskussion mit den beiden Damen des Gastspiels kam die Aktualität und Brisanz dieser Thematik deutlich zum Vorschein.

Unser besonderer Dank gilt Nicole Heinrich sowie der Schauspielerin Anja Kimmelmann für ihre beeindruckende und eindringliche Darstellung dieses schwierigen Themas. Ebenso danken wir der Friedrich-Stiftung, durch deren finanzielle Unterstützung dieses besondere Gastspiel an unserer Schule ermöglicht wurde.

Die Aufführung hat gezeigt, wie nah Geschichte auch heute noch sein kann – gerade dann, wenn sie Teil der eigenen Familiengeschichte ist.

Oper hautnah: Generalprobe von Giuseppe Verdis „Macbeth“

22 Schüler*innen aus den Jahrgängen 11, 12 und 13 hatten die besondere Gelegenheit, kostenlos die Generalprobe von Giuseppe Verdis „Macbeth“ an der Hamburgischen Staatsoper zu besuchen. Für viele war es gleichzeitig der erste Opernbesuch ihres Lebens.

Verdis Macbeth (1847) basiert auf der berühmten Tragödie von William Shakespeare (1611). Im Mittelpunkt steht Macbeth, dem prophezeit wird, dass er König von Schottland werden soll. Gemeinsam mit Lady Macbeth versucht er, seinem Schicksal nachzuhelfen. Es beginnt eine düstere Geschichte über Macht, Mord, Schuld und die Frage nach dem freien Willen.

Ein „Macbeth“, über den Hamburg spricht.

Bereits das ungewöhnliche Werbeplakat der Staatsoper hatte für Diskussionen gesorgt: Ein nackter Mann klammert sich an einen kahlen Ast. Das Motiv steht für Macbeths Entwicklung. Der mächtige König verliert zunehmend die Kontrolle über sich und sein Leben. Am Ende bleibt ein Mensch, der verzweifelt nach Halt sucht.

Auch auf der Bühne wurde deutlich, dass Oper viel mehr sein kann als klassischer Gesang und historische Kostüme. Musik, Schauspiel, Chor und eindrucksvolle Bilder machten Verdis fast 180 Jahre alte Oper erstaunlich unmittelbar. Die Aufführung dauerte rund drei Stunden und wurde auf Italienisch mit deutschen und englischen Übertiteln gesungen.

Für viele unserer Schüler*innen war dieser Abend eine völlig neue Theatererfahrung. Und eine, die Eindruck hinterlassen hat: Einige können sich nach ihrem ersten Opernbesuch gut vorstellen, wieder einmal eine Vorstellung zu besuchen.

Vielleicht das beste Ergebnis eines solchen Angebots: etwas Neues ausprobieren und feststellen, dass Oper ganz anders sein kann, als man vorher gedacht hat.

Die Hamburgische Staatsoper zu Gast an der ILSe

Mit ihrem mobilen Musiktheaterprojekt „Wir bauen eine neue Stadt“ machte die Hamburgische Staatsoper gemeinsam mit den Alsterspatzen, dem Kinder- und Jugendchor der Staatsoper, Station an der Ilse-Löwenstein-Schule.

Rund 150 Schüler*innen der Jahrgänge 5 und 6 erlebten eine besondere Aufführung auf Grundlage der gleichnamigen Sing- und Spielmusik von Paul Hindemith. Die jungen Sänger*innen präsentierten ihre Ideen einer Stadt von Kindern für Kinder: mit riesigen Kinderzimmern, fliegenden Betten und vielen weiteren fantasievollen Einfällen.

Besonders spannend war die aktive Beteiligung des Publikums: Mithilfe von Abstimmungskarten konnten unsere Schüler*innen selbst mitentscheiden, wie die neue Stadt aussehen sollte. So wurden sie nicht nur zu Zuschauenden, sondern zu Mitgestaltenden der Aufführung.

Mit der opera mobile bringt die Hamburgische Staatsoper Musiktheater direkt an Schulen: Chor, Kostüme und Bühnenelemente wurden dafür extra mit dem neuen Bus der Staatsoper an unsere Schule gebracht und verwandelten die Aula für einen Vormittag in einen besonderen Aufführungsort. Auch das NDR-Radio war vor Ort und hat die Klasse 6t interviewt. Sie können das Interview hier nachhören.

Für viele Kinder war dies die erste Begegnung mit Oper und Musiktheater. Umso wertvoller war die Gelegenheit, diese Kunstform unmittelbar zu erleben und junge Darsteller*innen auf der Bühne zu sehen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Alsterspatzen, der musikalischen Leiterin Priscilla Prueter, der Musiktheater-Pädagogin Anja Fürstenberg sowie dem gesamten Team der Hamburgischen Staatsoper für ihren Besuch und dieses besondere kulturelle Erlebnis.

Hast du Lust auf Singen?

Die Alsterspatzen, der Kinder- und Jugendchor der Hamburgischen Staatsoper, suchen regelmäßig neue Mitglieder im Alter von 7 bis 16 Jahren.

Infos zu Vorsingen und Anmeldung gibt es unter:
alsterspatzen@staatsoper-hamburg.de

Der zerbrochene Krug im SchauSpielHaus

Am 10.04.2026 haben wir uns gemeinsam mit Frau Almon und Herrn Bohn im Rahmen unserer Unterrichtseinheit im Fach Deutsch das Theaterstück „Der zerbrochne Krug“ im Deutschen SchauSpielHaus angeschaut. Nachdem wir das Werk bereits ausführlich im Unterricht besprochen hatten, waren wir gespannt, wie dieses auf der Bühne inszeniert werden könnte. Wir wurden nicht enttäuscht:

Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“ ist ein Meisterwerk, das auch in modernen Inszenierungen nichts von seiner Brillanz einbüßt. Die Aufführung am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg unter der Regie von Michael Thalheimer interpretiert diese klassische Komödie auf erfrischende, wenn auch düstere Weise neu. Dabei werden Elemente modernisiert, ohne den Kern des Stücks zu verfälschen.

Im Zentrum steht Dorfrichter Adam, der im Dorf Huisum die Staatsmacht und die Justiz vertritt. Kleists Dorf wird in dieser Inszenierung zu einem grotesken Spiegelbild moderner Ordnungssysteme. Nicht nur der Richter selbst lügt und betrügt zum eigenen Vorteil; auch Marthe Rull, ihre Tochter Eve und deren Verlobter Ruprecht verstricken sich in ein komplexes Netz aus Täuschung und gegenseitigen Anschuldigungen.

Der Gerichtsprozess um den zerbrochenen Krug entwickelt sich zur Farce, da der Ermittler gleichzeitig der Täter ist. Kleist verortet seinen „neuen Adam“ und dessen Sündenfall in die bürgerlichen Verhältnisse seiner Zeit und schafft so eine bittere Komödie. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Carlo Ljubek, der den Dorfrichter Adam als physisch und moralisch lädierten Charakter eindrucksvoll verkörpert. Das Stück lebt von seinem scharfen Witz, der präzisen Charakterzeichnung und der zeitlosen Auseinandersetzung mit Macht, Moral und menschlichen Schwächen. Die Modernisierungen erhöhen die Relevanz für ein heutiges Publikum, ohne die Genialität von Kleists Vorlage zu schmälern.

Wir sind begeistert!

Im Namen des 12. Jahrgangs
Zoe und Heinrich (12g)

Gastspiel „Clara & Friedrich“ in unserer Aula

Besonderer Besuch an unserer Schule: Die Theatergruppe EureFormation gastierte mit ihrem musikalischen Theaterstück „Clara & Friedrich“ in unserer Aula. Ermöglicht wurde das Gastspiel erneut durch die großzügige Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung und das bereits zum dritten Mal. Dadurch konnten unsere Schüler*innen die Aufführung kostenfrei erleben.

Das Stück beschäftigt sich mit dem Leben der bekannten Frauenrechtlerin und Politikerin Clara Zetkin und ihres Partners, des Malers Friedrich Zundel. Erzählt wird die Geschichte jedoch aus einer besonderen Perspektive: Claras Söhne blicken auf das Leben ihrer Mutter und auf eine Zeit voller gesellschaftlicher und politischer Umbrüche zurück. Dabei spannt das Stück einen großen historischen Bogen: vom Deutschen Kaiserreich über den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik bis hin zum Beginn des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Frieden, Demokratie, Gleichberechtigung und die Frage, wie politisches Engagement entsteht.

Besonders spannend war, dass viele Fragen des Stücks auch heute noch aktuell wirken: Warum ist Demokratie nicht selbstverständlich? Welche Verantwortung trägt jede Generation? Und wie wichtig sind Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt? Durch die Verbindung aus Schauspiel, Musik und historischen Ereignissen entstand eine intensive und abwechslungsreiche Aufführung, die viele Schüler*innen beeindruckt hat.

Im Anschluss an das Gastspiel fand außerdem ein interessantes Nachgespräch mit den Schauspielern Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach statt. Hier konnten Fragen gestellt und Eindrücke diskutiert werden.

Obwohl sich das Stück thematisch eigentlich an die obere Mittelstufe und Oberstufe richtet, durfte ausnahmsweise auch die Klasse 6t teilnehmen. Gerade dort zeigte sich im Nachgespräch großes Interesse: Die Schüler*innen brachten viele kluge Fragen, spannende Gedanken und tolle Anregungen ein. Das motivierte dann auch die Größeren mit in die Diskussion einzusteigen.

Wir bedanken uns herzlich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung dafür, dass sie unseren Schüler*innen erneut ein solches kulturelles und politisch relevantes Theatererlebnis ermöglicht hat.

Premierenklasse im Thalia Theater – Einblick in „NO BODY“

Der Theaterkurs „WPU Theater“ (Wahlpflichtunterricht) aus Jahrgang 8 hat in diesem Schuljahr eine besondere Rolle: Als sogenannte Premierenklasse (Tandemklasse) begleitet der Kurs die Produktion NO BODY am Thalia Theater Gaußstraße über mehrere Wochen hinweg.

Nach einem ersten vorbereitenden Workshop mit der Theaterpädagogin stand nun der erste Probenbesuch auf der Probebühne in der Gaußstraße an. Dort erhielten die Schüler*innen einen direkten Einblick in die Entstehung einer professionellen Theaterproduktion. Das ist ein Perspektivwechsel, der im regulären Unterricht so nicht möglich ist.

Vor Ort lernte der Kurs das Produktionsteam rund um die renommierte Regisseurin Mable Preach sowie die Schauspieler*innen Jedidah-Isabel, Sinan, Gloria und Toini kennen. Bereits nach den ersten gespielten Szenen wurde deutlich, dass NO BODY ein vielschichtiger und aktueller Theaterabend ist.

Im Zentrum der Inszenierung steht Lilian, deren Identität für ihr Umfeld lange unklar bleibt. Als schwarze junge Frau hat sie über Jahre Teile ihrer Persönlichkeit verborgen, bis ein rassistischer Vorfall zu Beginn ihres Studiums öffentlich wird. Die Universität wird zum Schauplatz von Auseinandersetzungen über Rassismus, Zugehörigkeit und Solidarität. Dabei zeigt sich, dass auch Bildungsorte keine neutralen Räume sind. Zugleich erzählt das Stück davon, wie Lilian beginnt, Verbündete zu finden und sich selbst.

Nach der Sichtung ausgewählter Szenen wurden die Schüler*innen aktiv in den Probenprozess einbezogen. Das künstlerische Team stellte gezielte Fragen:

Was habt ihr gesehen? Was habt ihr verstanden? Wie wirkt die Szene auf euch?

Die Antworten der Schüler*innen wurden ernst genommen, direkt in den Austausch integriert und sind wichtig für die weitere Probenarbeit. Umgekehrt nutzten die Lernenden die Gelegenheit, eigene Fragen an die Regisseurin und die Darsteller*innen zu stellen. Es entwickelte sich ein offenes, respektvolles Gespräch auf Augenhöhe, das für beide Seiten gewinnbringend war.

Die Inszenierung von Mable Preach verbindet dabei Elemente aus Popkultur und Comic-Ästhetik mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Solidarität entsteht und welche Rolle insbesondere Bildungsinstitutionen dabei spielen.

In den kommenden Wochen folgt ein weiterer Probenbesuch, bei dem die Schüler*innen die Produktion in einem fortgeschritteneren Stadium mit Bühnenbild, Kostüm und weiteren gestalterischen Elementen erleben werden. Den Abschluss bildet am 20. Mai der gemeinsame Besuch der Premiere, die als Höhepunkt der Tandemarbeit gefeiert wird.

Für unsere Schüler*innen aus dem WPU 8 Theater bietet dieses Projekt nicht nur einen intensiven Einblick in professionelle Theaterarbeit, sondern auch die Möglichkeit, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen künstlerisch auseinanderzusetzen und selbst Teil dieses Prozesses zu werden.