Besonderer Besuch an unserer Schule: Die Theatergruppe EureFormation gastierte mit ihrem musikalischen Theaterstück „Clara & Friedrich“ in unserer Aula. Ermöglicht wurde das Gastspiel erneut durch die großzügige Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung und das bereits zum dritten Mal. Dadurch konnten unsere Schüler*innen die Aufführung kostenfrei erleben.
Das Stück beschäftigt sich mit dem Leben der bekannten Frauenrechtlerin und Politikerin Clara Zetkin und ihres Partners, des Malers Friedrich Zundel. Erzählt wird die Geschichte jedoch aus einer besonderen Perspektive: Claras Söhne blicken auf das Leben ihrer Mutter und auf eine Zeit voller gesellschaftlicher und politischer Umbrüche zurück. Dabei spannt das Stück einen großen historischen Bogen: vom Deutschen Kaiserreich über den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik bis hin zum Beginn des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Frieden, Demokratie, Gleichberechtigung und die Frage, wie politisches Engagement entsteht.
Besonders spannend war, dass viele Fragen des Stücks auch heute noch aktuell wirken: Warum ist Demokratie nicht selbstverständlich? Welche Verantwortung trägt jede Generation? Und wie wichtig sind Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt? Durch die Verbindung aus Schauspiel, Musik und historischen Ereignissen entstand eine intensive und abwechslungsreiche Aufführung, die viele Schüler*innen beeindruckt hat.
Im Anschluss an das Gastspiel fand außerdem ein interessantes Nachgespräch mit den Schauspielern Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach statt. Hier konnten Fragen gestellt und Eindrücke diskutiert werden.
Obwohl sich das Stück thematisch eigentlich an die obere Mittelstufe und Oberstufe richtet, durfte ausnahmsweise auch die Klasse 6t teilnehmen. Gerade dort zeigte sich im Nachgespräch großes Interesse: Die Schüler*innen brachten viele kluge Fragen, spannende Gedanken und tolle Anregungen ein. Das motivierte dann auch die Größeren mit in die Diskussion einzusteigen.
Wir bedanken uns herzlich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung dafür, dass sie unseren Schüler*innen erneut ein solches kulturelles und politisch relevantes Theatererlebnis ermöglicht hat.
