Erfolgreiche Ausbildung unserer Sportassistentinnen und Sportassistenten

Vom 30.03. bis 01.04. nahmen insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 erfolgreich an der dreitägigen Ausbildung zum Sportassistenten teil. Während der drei Ausbildungstage setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Themen Sportorganisation, Teamarbeit, Verantwortung und der Anleitung von Gruppen auseinander. Neben vielen praktischen Übungen lernten die Schülerinnen und Schüler auch, wie sportliche Angebote geplant und sicher durchgeführt werden können. Ausgebildet wurde die Gruppe von Frau Dürrenberg und Herrn Heibrock.

Die neuen Sportassistentinnen und Sportassistenten übernehmen künftig wichtige Aufgaben an unserer Schule. Dazu gehören insbesondere die Anleitung und Betreuung von Schülerinnen und Schülern bei Sportfesten, Turnieren oder Bewegungsangeboten der Schule – die ausgebildeten Jugendlichen werden das Schulleben aktiv mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu diesem Erfolg und bedanken uns bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement!

Gastspiel „Clara & Friedrich“ in unserer Aula

Besonderer Besuch an unserer Schule: Die Theatergruppe EureFormation gastierte mit ihrem musikalischen Theaterstück „Clara & Friedrich“ in unserer Aula. Ermöglicht wurde das Gastspiel erneut durch die großzügige Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung und das bereits zum dritten Mal. Dadurch konnten unsere Schüler*innen die Aufführung kostenfrei erleben.

Das Stück beschäftigt sich mit dem Leben der bekannten Frauenrechtlerin und Politikerin Clara Zetkin und ihres Partners, des Malers Friedrich Zundel. Erzählt wird die Geschichte jedoch aus einer besonderen Perspektive: Claras Söhne blicken auf das Leben ihrer Mutter und auf eine Zeit voller gesellschaftlicher und politischer Umbrüche zurück. Dabei spannt das Stück einen großen historischen Bogen: vom Deutschen Kaiserreich über den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik bis hin zum Beginn des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Frieden, Demokratie, Gleichberechtigung und die Frage, wie politisches Engagement entsteht.

Besonders spannend war, dass viele Fragen des Stücks auch heute noch aktuell wirken: Warum ist Demokratie nicht selbstverständlich? Welche Verantwortung trägt jede Generation? Und wie wichtig sind Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt? Durch die Verbindung aus Schauspiel, Musik und historischen Ereignissen entstand eine intensive und abwechslungsreiche Aufführung, die viele Schüler*innen beeindruckt hat.

Im Anschluss an das Gastspiel fand außerdem ein interessantes Nachgespräch mit den Schauspielern Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach statt. Hier konnten Fragen gestellt und Eindrücke diskutiert werden.

Obwohl sich das Stück thematisch eigentlich an die obere Mittelstufe und Oberstufe richtet, durfte ausnahmsweise auch die Klasse 6t teilnehmen. Gerade dort zeigte sich im Nachgespräch großes Interesse: Die Schüler*innen brachten viele kluge Fragen, spannende Gedanken und tolle Anregungen ein. Das motivierte dann auch die Größeren mit in die Diskussion einzusteigen.

Wir bedanken uns herzlich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung dafür, dass sie unseren Schüler*innen erneut ein solches kulturelles und politisch relevantes Theatererlebnis ermöglicht hat.

Vielfalt in der Hamburger Meile

Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Ilse-Löwenstein-Schule haben in einem besonderen Kunstprojekt bewiesen, wie kreativ Leerstand genutzt werden kann. In Kooperation mit dem Management der „Hamburger Meile“ gestaltete die Klasse die Schaufensterfront eines aktuell ungenutzten Geschäfts direkt im Einkaufszentrum. Das Thema der Gestaltung war Vielfältigkeit und Gerechtigkeit, was auch das Leitbild der Schule ist.

Ausgestattet mit Acrylmarkern und viel Fantasie übertrug der Kunstkurs die im Unterricht entwickelten Entwürfe auf die riesige Fensterfront, die mit weißer Folie beklebt war.

Die Aktion stieß bei den Passanten auf große Begeisterung. Statt grauer Abdeckungen leuchten nun bunte Illustrationen in der Ladenzeile. Für uns als Schüler*innen war es eine tolle Erfahrung, auf einer weißes Schaufensterfont in Echt-Größe zu zeichnen und zu malen. Und unsere Kunst außerhalb des Klassenzimmers einem echten Publikum zu präsentieren und das direkte Umfeld unserer Schule aktiv mitzugestalten.

Lise (9e) & Kawthar (9m)

Klasse 6t im Demokratie- und Vielfaltprojekt mit Yannick-Maria Reimers

Die Klasse 6t arbeitet über mehrere Monate hinweg gemeinsam mit Yannick-Maria Reimers an einem besonderen Projekt, das Lesen, Theater und wichtige gesellschaftliche Themen verbindet.

Im Mittelpunkt steht Yannick-Marias neues Buch „Die Rätsel vom verlorenen Leuchten“, mit dem die Schüler*innen regelmäßig arbeiten. Jede*r hat ein eigenes Exemplar, liest darin, markiert spannende Stellen und sammelt eigene Ideen. So wird aus einer Geschichte schnell etwas Persönliches.

In Lesungen und Workshops bringt Yannick-Maria immer wieder neue Impulse ein. Mit Übungen direkt aus dem Buch geht es dabei nicht nur um die Handlung, sondern auch um Themen wie Demokratie, Vielfalt und respektvolles Miteinander. Dinge, die auch im Schulalltag eine große Rolle spielen.

Aus diesen Ideen entstehen nach und nach eigene Spielszenen. Die Klasse entwickelt Figuren weiter, probiert Situationen aus und setzt wichtige Momente kreativ um. Schritt für Schritt wächst daraus ein gemeinsames Theaterstück, an dem alle beteiligt sind.

Nebenbei passiert noch mehr: Die Schüler*innen lernen, ihre Meinung zu sagen, einander zuzuhören und als Team zusammenzuarbeiten. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt, Vielfalt und darum, selbstbewusst den eigenen Platz zu finden.

Das Projekt soll dabei nicht nur in der Klasse bleiben. Die Themen und Erfahrungen sollen auch in die Schule hineinwirken: für mehr Offenheit, Respekt und ein gutes Miteinander im Alltag.

Ein spannender Einblick in das Malerhandwerk

Mit Schüler*innen aus dem 9. Jahrgang haben wir HPM – Handwerksgruppe im Schulungszentrum „die Wertschöpfer“, in Oststeinbek besucht, um den Beruf des Malers und der Malerin genauer kennenzulernen. Schon zu Beginn wurden wir sehr freundlich empfangen – sogar mit Frühstücksbrötchen. Danach ging es direkt los: Wir durften nicht nur zuhören und zuschauen, sondern vor allem selbst ausprobieren.

An verschiedenen Stationen konnten wir erleben, wie vielseitig der Beruf ist. Wir haben Türen abgeschliffen, abgestaubt und anschließend mit einer Spritzmaschine lackiert. Auch Fußleisten wurden von uns per Hand lackiert. Besonders spannend war der Vergleich zwischen Handarbeit und maschineller Arbeit: Beim Streichen von Wänden und Lackieren von Geländern konnten wir direkt sehen, wie unterschiedlich die Arbeitsweisen sind. Per Hand dauerte das Streichen ungefähr dreimal so lange wie mit der Maschine. Außerdem musste man beim Lackieren per Hand teilweise zweimal arbeiten, während mit der Maschine oft ein Durchgang reichte.

Auch das Abkleben von Türrahmen und Zargen gehörte dazu. Dabei wurde schnell klar, wie genau und sauber man arbeiten muss, damit am Ende alles ordentlich aussieht. Eine weitere Station war das Spachteln einer Wand. Die Spachtelmasse wurde mit einer Maschine aufgespritzt und anschließend per Hand gleichmäßig glattgezogen. Das sah leichter aus, als es tatsächlich war.

Neben den praktischen Arbeiten haben wir viele verschiedene Maschinen, Materialien und Werkzeuge kennengelernt. Besonders beeindruckend war die Sprühanlage mit Abzug, die zeigt, wie professionell und sicher in diesem Bereich gearbeitet wird.

Nach der Arbeit wurden wir sogar noch mit Pizza versorgt. Insgesamt war der Tag sehr abwechslungsreich, praktisch und spannend. Für einige von uns hat der Besuch das Interesse am Handwerk und besonders am Beruf des Malers geweckt. Andere haben gemerkt, dass dieser Beruf vielleicht doch nicht ganz zu ihnen passt. Genau deshalb war der Tag so wertvoll: Wir konnten echte Einblicke bekommen, selbst Erfahrungen sammeln und besser einschätzen, ob dieser Beruf für unsere Zukunft interessant sein könnte.

Vielen Dank an Manuel Pump von HPM für den tollen Tag, die freundliche Begleitung und die vielen praktischen Einblicke!

Premierenklasse im Thalia Theater – Einblick in „NO BODY“

Der Theaterkurs „WPU Theater“ (Wahlpflichtunterricht) aus Jahrgang 8 hat in diesem Schuljahr eine besondere Rolle: Als sogenannte Premierenklasse (Tandemklasse) begleitet der Kurs die Produktion NO BODY am Thalia Theater Gaußstraße über mehrere Wochen hinweg.

Nach einem ersten vorbereitenden Workshop mit der Theaterpädagogin stand nun der erste Probenbesuch auf der Probebühne in der Gaußstraße an. Dort erhielten die Schüler*innen einen direkten Einblick in die Entstehung einer professionellen Theaterproduktion. Das ist ein Perspektivwechsel, der im regulären Unterricht so nicht möglich ist.

Vor Ort lernte der Kurs das Produktionsteam rund um die renommierte Regisseurin Mable Preach sowie die Schauspieler*innen Jedidah-Isabel, Sinan, Gloria und Toini kennen. Bereits nach den ersten gespielten Szenen wurde deutlich, dass NO BODY ein vielschichtiger und aktueller Theaterabend ist.

Im Zentrum der Inszenierung steht Lilian, deren Identität für ihr Umfeld lange unklar bleibt. Als schwarze junge Frau hat sie über Jahre Teile ihrer Persönlichkeit verborgen, bis ein rassistischer Vorfall zu Beginn ihres Studiums öffentlich wird. Die Universität wird zum Schauplatz von Auseinandersetzungen über Rassismus, Zugehörigkeit und Solidarität. Dabei zeigt sich, dass auch Bildungsorte keine neutralen Räume sind. Zugleich erzählt das Stück davon, wie Lilian beginnt, Verbündete zu finden und sich selbst.

Nach der Sichtung ausgewählter Szenen wurden die Schüler*innen aktiv in den Probenprozess einbezogen. Das künstlerische Team stellte gezielte Fragen:

Was habt ihr gesehen? Was habt ihr verstanden? Wie wirkt die Szene auf euch?

Die Antworten der Schüler*innen wurden ernst genommen, direkt in den Austausch integriert und sind wichtig für die weitere Probenarbeit. Umgekehrt nutzten die Lernenden die Gelegenheit, eigene Fragen an die Regisseurin und die Darsteller*innen zu stellen. Es entwickelte sich ein offenes, respektvolles Gespräch auf Augenhöhe, das für beide Seiten gewinnbringend war.

Die Inszenierung von Mable Preach verbindet dabei Elemente aus Popkultur und Comic-Ästhetik mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Im Zentrum steht die Frage, wie Solidarität entsteht und welche Rolle insbesondere Bildungsinstitutionen dabei spielen.

In den kommenden Wochen folgt ein weiterer Probenbesuch, bei dem die Schüler*innen die Produktion in einem fortgeschritteneren Stadium mit Bühnenbild, Kostüm und weiteren gestalterischen Elementen erleben werden. Den Abschluss bildet am 20. Mai der gemeinsame Besuch der Premiere, die als Höhepunkt der Tandemarbeit gefeiert wird.

Für unsere Schüler*innen aus dem WPU 8 Theater bietet dieses Projekt nicht nur einen intensiven Einblick in professionelle Theaterarbeit, sondern auch die Möglichkeit, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen künstlerisch auseinanderzusetzen und selbst Teil dieses Prozesses zu werden.

JETZT – Kreatives Schreiben zum Thema „Jetzt“

Die Schüler und Schülerinnen im Jahrgang 11 haben sich eine Woche mit dem Thema „Jetzt“ befasst und sich in einer Schreibwerkstatt mit den Fantastischen Teens intensiv mit Sprache, Ausdruck und dem Moment des Schreibens auseinandergesetzt. Unter der Anleitung der erfahrenen Schreibtrainer David Gravenhorst und Silas Matthes sind berührende und ausdrucksstarke Texte über Begegnung, schwarze Löcher und die Auseinandersetzung mit der Gegenwart und ihrer Unsicherheit entstanden.

Ein Höhepunkt war die Lesung ausgewählter Texte am 2. April. Konzentriert und stolz wurden prämierte Texte in der Aula vorgelesen. Die zuschauenden Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 10 und 11 sowie die Schulleiterin Frau Sammoray staunten und wurden durch die Texte in den Bann gezogen.

Die Rückmeldungen der Schreibtrainer waren durchweg positiv – sie lobten die Offenheit, Kreativität und den Mut unserer Schülerinnen und Schüler, neue Ausdrucksformen auszuprobieren. Ebenso die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen selbst: sie alle empfanden die Schreibwerkstatt als gewinnbringend – die Schüler und Schülerinnen schätzten besonders die inspirierende Atmosphäre und die Möglichkeit, eigene Texte zu entwickeln und mit anderen zu teilen.

Im nächsten Schuljahr möchten wir unbedingt wieder eine so bereichernde Schreibwerkstatt anbieten – denn kreatives Schreiben fördert nicht nur das Denken, sondern lässt uns auch das „Jetzt“ bewusster erleben.

Stadtteilschule in Hamburg Uhlenhorst / Barmbek-Süd